Gedankenkreisen oder die 3 guten Dinge

Kennen Sie das? Die Gedanken tun was sie wollen. Ungefragt kommen sie aus allen Richtungen, stürzen auf dich ein und lassen dich nicht mehr einschlafen. Sie quälen dich und du drehst dich im Bett von rechts nach links, auf den Bauch und auf den Rücken, um dann noch einmal von vorne zu beginnen. Ein Albtraum!

Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis du endlich zur Ruhe kommst und sanft, mit verbissenem Gesicht, wieder einschläfst. Es ist zermürbend, Kräfte raubend, vor allem - wenn es immer so zu sein scheint! Die Tage werden länger, die Energie geringer und die Laune schlechter. Der Teufelskreis ist in seinem Element! Die Herausforderungen des Alltags erscheinen schwieriger - Notprogramm ist angesagt. Kein Ausweg scheint in Sicht, die Lösungsansätze verbraucht und egal was du probierst, du drehst dich im Kreis und wirst von Tag zu Tag miesepetriger und kraftloser...

 

Genug Negatives gelesen?

Als kleinen Trost darf ich Ihnen meine Geschichte dazu anbieten: auch ich habe mich im Laufe meines Lebens immer wieder, und manchmal nach wie vor, von diesen Phasen des Gedankenkreisens heimsuchen lassen. Ständig gibt es Aufgaben zu erledigen, Anforderungen und Erwartungen zu erfüllen. Da bleibt wenig Zeit zum Verschnaufen, Abschalten oder Verarbeiten.

Auch bei mir gab und gibt es Nächte, wo ich mitten in der Nacht aufstehe, weil meine Lösung nicht im Bett zu liegen scheint. Erst Stunden später gehe ich wieder ins Bett und dann ereilt mich der Schlaf bereits nach wenigen Minuten, manchmal aber auch nicht.

Am nächsten Morgen wache ich zerdrückt und verschwollen auf, fühle mich wie gerädert und fürchte mich den herausfordernden Tag hinter mich bringen zu müssen, um dann vielleicht in der nächsten Nacht wieder nicht schlafen zu können.

Eines Nachts - mitten drin - gefangen in diesem Kreislauf, fielen mir "die 3 guten Dinge" (Three blessings von Martin Seligman), für die ich heute dankbar bin, wieder ein.

Eine Übung, die Ihnen möglicherweise helfen kann, sich zu entspannen, loszulassen und Ihren Fokus zu verlagern, um  wieder eine bessere Schlaf/Lebensqualität zu erlangen.

 

Wenn Sie neugierig sind, nehmen Sie sich kurz vor dem Schlafen gehen einen Stift und Papier zur Hand und notieren Sie die 3 Dinge für die Sie heute dankbar oder Ihnen gelungen sind, die Sie zum Lachen, Schmunzeln oder Ihnen Freude gebracht haben usw. Es gibt dabei keine Grenzen und alles, was Ihnen gut tut, ist erlaubt bzw. erwünscht.

Nun denken Sie für ein paar Augenblicke an diese Situationen, Momente und oder Personen, verweilen Sie und spüren Sie nach. Erlauben Sie sich die Gedanken kommen und gehen zu lassen.

Nehmen Sie sich Zeit und bleiben Sie an diesen gedanklichen Orten so lange es Ihnen möglich ist. Stress oder Druck sind hier kontraproduktiv... also...

die Übung macht den Meister, sagt ein altes Sprichwort.

Wenn es also nicht gleich auf Anhieb klappt, versuchen Sie es erneut, wenn und wann es für Sie passt.

 

Positive Gedanken, viel Freude und gute Nächte wünsche ich Ihnen!